Ein bulgarischer Sommer – Teil 1

Im Sommer 2016 zog es uns seit längerer Zeit mal wieder nach Bulgarien – genauer gesagt nach Ravda – einem Ort direkt am Schwarzen Meer gelegen -, denn ein Teil unserer Familie verbringt hier alljährlich ihren Sommerurlaub. Wir haben aber nicht nur faul am Strand gelegen und uns braun gebrannt, sondern dazu entschlossen dieses Mal etwas mehr auf “Entdecker-Tour” zu gehen.

Unsere Reise beginnt in Berlin und da wir immer gerne kostengünstig und kompliziert reisen (mit all den wunderbaren Erfahrungen, die man auf dem einfachen Weg nicht immer macht), fliegen wir nicht nach Burgas, welches nur 30km von unserem Zielort, Ravda, entfernt liegt, sondern nach Sofia, der Hauptstadt des Landes. Hmm… Sofia liegt im Westen, Ravda ganz im Osten; heißt also: einmal quer durch’s Land – mit dem Bus. Eine lohnenswerte Erfahrung und zudem kann man, während man in seinem Sitz dahintreibt, aus dem Fenster die wunderschöne, weite und gemäldeartige Landschaft des Landes betrachten; in sich aufnehmen. Und auch die Rastplätze haben immer einen interessanten Fotoschmaus zu bieten.

Zenit 3 | Helios-44 | Kodak Ektachrome 100HC (expired 06/1991) | C41-Process

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Ravda, direkt an der Schwarzmeerküste gelegen und von weiten Weizenfeldern umgeben, ist ein nettes Fleckchen Erde, auch wenn es im Sommer ziemlich touristisch sein kann – vor allem britische und russische, aber auch einige deutsche Leute trifft man hier an. Ich habe diesen Ort sehr ins Herz geschlossen – da ich eher der Wanderbursche bin, ebenso Vera -, denn man kann sich leicht dem sommerlichen Touristentrubel entziehen und in nächster Nähe sogar einen langen, einsamen Sandstrand finden. Es ist ein Hochgenuss, umgeben von der salzigen Brise der Meeresluft, vermengt mit dem Geruch des Weizens, umherzulaufen und bezaubernde Bilder in Hülle und Fülle zu entdecken.

Zenit 3 | Helios-44 | Revue Dia 100C (expired) | C41-Process

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Zenit 3 | Helios-44 | Ferrania Solaris (expired)

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Aber auch im Ort selbst gibt es das Eine oder Andere zu fotografieren. Vor allem ein kleiner Panzer, versteckt im Hinterhof einer Seitengasse, in welchen man Münzen einwirft, damit ein Kind darauf ‚reiten‘ kann, ist mir ins Auge gesprungen und hat mich zugleich doch auch etwas verwundert.

Zenit 3 | Helios-44 | Ferrania Solaris (expired)

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Zenit 3 | Helios-44 | Revue Dia 100C (expired) | C41-Process

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An einem der ersten Tage zieht es uns dann alsbald nach Burgas. Wir sind zu Fuß in der Stadt unterwegs, denn wir finden es wunderbar so viel möglich vom Treiben und Leben in der Stadt mitzubekommen – leider habe ich an diesem Tag einfach meine Filmtasche vergessen; somit sind die meisten Bilder leider nur in meinem Kopf. Einen lustigen Moment konnte ich jedoch festhalten, als ein älterer Mann, aufmerksam geworden durch den Umstand, dass Vera russisch sprach, auf uns zukam und Vera seine Telefonnummer gibt. Seine Frau und dadurch auch Kinder und Enkelkinder seien russisch und er würde gerne einen Kontakt herstellen. Welch liebenswürdige und offene Geste – irgendwie sehr sympathisch.

Zenit 3 | Helios-44 | Ferrania Solaris (expired)

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Nach der städtischen Erfahrung, sehnen wir uns einige Tage später aber nach einer kleinen Wandertour und beschließen, der Küste folgend, zur 5km entfernten, historischen Stadt Nessebar zu laufen. Es ist mehr als interessant auf diesen wenigen Kilometern solch abwechslungsreiches Küstengebiet zu erleben, von Buchten und einem Schiffswrack, über Dünen, Sand- und Felsstränden bis hin zu Klippen und einem Wald – Natur kann etwas so wunderbares und aufregendes sein. Wir laufen nicht auf direktem Wege, denn wir lieben es zu entdecken und natürlich darf es auch nicht fehlen zwischendurch immer mal wieder im salzigen Meer zu schwimmen, um sich ein wenig Abkühlung zu gönnen. Nach einigen Stunden erreichen wir aber dann doch den schönen, historischen Kern der Altstadt und genießen erst einmal ein leckeres Mittagessen. Liebhaber von Meeresfrüchten und hinreißenden Fischgerichten, werden hier allerlei Schmackhaftes auf dem Teller finden. Und nachdem wir noch ein wenig genüsslich durch die Gassen schlendern, geht es dann auf dem komfortablen Weg mit dem Bus zurück nach Ravda.

Zenit 3 | Helios-44 | Revolog 460nm

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Nun ist das bei Weitem noch nicht alles, was wir in unserem bulgarischen Sommer erlebt haben – es geht eigentlich gerade erst los – und doch sind es schon so viele Bilder. Es sieht wohl ganz danach aus als wäre es zu viel für einen Artikel alleine. Tja, dann werde ich eben noch einen weiteren Teil schreiben, um euch an unseren Sommererlebnissen teilhaben lassen zu können. Seid gespannt.


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